Die Anlage von Blumenwiesen mag keine Wissenschaft sein, aber trotzdem werden meiner Erfahrung nach auch von Professionisten oft genug Maßnahmen gesetzt, die nicht zu einem langfristigem Erfolg führen können.

Natürlich haben sich die Bedingungen sehr geändert. Die Böden sind viel nährstoffreicher geworden und man muss oft gegen das „Rasen-Klischee" ankämpfen. Und in „normalen“ Geschäften, in denen man Samen kaufen kann, gibt es oft nur artenarmes Regelsaatgut oder „Blumenwiesen“, die in Wirklichkeit fast nur einjährige und vor allem fremdländische Pflanzensamen enthalten. Nach wenigen Jahren ist die Enttäuschung dann groß und die Mühe war umsonst.

So müssen wir den natürlichen Umgang mit unserer heimischen Flora wieder neu lernen.

Wichtige Punkte dazu sind: Das Verständnis, dass die Blumenwiesenansaat wesentlich länger für die Keimung und vor allem für die Entwicklung braucht als ein normaler Rasen. Und dass für eine möglichst artenreiche Blumenwiese der Boden auch noch mager sein sollte. Diese Voraussetzungen gilt es zu optimieren und zu verbessern.

Der größte Gegenspieler für eine gute artenreiche Entwicklung ist oft die vorhandene „falsche“ Vegetation. Das heißt der vorhandene Aufwuchs, bzw. das vorhandene Samenpotential gilt es zu minimieren. Die richtige Wahl der Methode zu treffen, ist oft die Kunst dabei.

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