Generell ist ein neophytenbegleitendes Management zunehmend wichtig, da ansonsten in nur kurzer Zeit extrem große Neophytenbestände die bestehende Artenvielfalt gefährden. Vor allem bei Neuanlagen sind vorbeugende Maßnahmen notwendig, damit sich von vorn herein kein etablierter Bestand entwickeln kann.

Goldrute

Eine der wichtigsten invasiven Neophyten, die bei verkehrsbegleitenden Grünflächen auftreten, ist die Goldrute - Solidago kanadinensis und Solidago gigantea. Die Goldrute tritt besonders im ruderalen, trockenen Bereich auf und bildet dort Dominanzbestände, die jegliche anderwärtige Vegetation verhindern.

Drüsiges Springkraut

In feuchteren Böden und gewässerbegleitenden Flächen tritt häufig das drüsige Springkraut auf – Impatiens glandulifera. Es ist äußerst ausbreitungsstark, da die Samenstände einen Schleudermechanismus besitzen und eine einzige Pflanze alleine bis zu 2500 Samen beinhaltet, die ca. 7 Jahre keimfähig sind. Das Positive ist, dass das drüsige Springkraut einjährig ist und somit relativ leicht bekämpfbar ist.

Staudenknöterich

Eine weitere sehr problematische, invasive Neophyten-Pflanze ist der Staudenknöterich mit den Arten Falopia japonika und Falopia sachalinensis, oder einem Bastard aus den beiden. Problematisch ist der Staudenknöterich vor allem wegen der unterirdisch überwinternden Rhizome.

Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau, Heracleum mantegazzianum, kann bis zu 3m hoch werden. Er ist sehr giftig und kann bei Berührung mit der Haut schwere Entzündungen hervorrufen, deshalb muss bei seiner Bekämpfung unbedingt ein Schutzanzug getragen werden..